Was willst du mal werden?


Ist Berufsorientierung wichtig!? Diese Frage stellten sich einige unserer Schüler vor einigen Wochen noch.

 

 

 

 

Denn auch in diesem Jahr führte unsere 7. Klasse eine Berufsorientierungswoche durch.

Im Rahmen des BOPs (Berufsorientierungsprogramms) fanden sich die Schülerinnen und Schüler zunächst zu einer Potenzialanalyse in der GbF (Gesellschaft zur beruflichen Förderung - einer Tochtergesellschaft der Handwerkskammer) zusammen. An diesen beiden Tagen konnten sie erleben, was es heißt auch mal am Samstag zu arbeiten. Freitags mussten sie zudem (an einem „langen“ Arbeitstag) beweisen, dass sie Leistung bringen können. Die Schüler wurden angeleitet, verschiedene Team-Building- Aufgaben zu lösen, zeigten hierbei ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihre Stärken im Umgang mit ihren Mitmenschen. Bei jeder Aufgabe wurden sie genau vom Personal der GbF beobachtet. Anhand dieser Beobachtungen wurde ein Fähigkeitsprofil erstellt.

In einem gewissen – noch recht eingeschränkten – Rahmen, können sich die Heranwachsenden nun mit Hilfe dieser Aufzeichnungen selbst einschätzen: „Bin ich fair im Umgang mit anderen?“ „Helfe und unterstütze ich gerne?“ und „Kann ich mich höflich ausdrücken?“ Werden diese Fragen bejaht, sollte die/der Jugendliche einen Beruf wählen, der genau diese Kompetenzen verlangt, wie z. B. einen Pflegeberuf. Andere hatten ganz andere Stärken, vor allem im handwerklichen Bereich oder im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen.

In der Berufsorientierungswoche konnten die Schülerinnen und Schüler nun praktisch tätig werden und „sich die Hände schmutzig machen“. Jeder durchlief fünf Berufsfelder und verbrachte in diesen einen typischen Arbeitstag (8.30-15.00 Uhr).

Bei den „Malern“ war Geschick gefragt. Neben der Farbenkunde fertigten die Kinder zusätzlich Farbkreise und einen bunten Salamander an.

Die „Holzer“ bauten ein Schlüsselbrett, das die Kinder mit nach Hause nehmen durften. Wir Lehrkräfte waren durchaus neidisch.

Bei „Metall“ musste man seine Kraft und Ausdauer unter Beweis stellen. Das zu fertigende Werkstück: Ein wirklich stylischer Handyhalter! Perfekt für unseren Unterricht!

Im „Verkauf“ führten die Jugendlichen Kundengespräche, lernten die sinnvolle Regalbestückung kennen und übten das Verpacken von Geschenken.

Zu guter Letzt „Frisör“. Die Mädchen und besonders unsere Jungs waren überrascht, wie abwechslungsreich die Tätigkeiten der Frisöre sind und dass dieser Beruf wirklich Spaß bereiten kann. „Jeder von uns kann nun eine Flechtfrisur!“

Eine solche Berufsorientierungswoche mag anstrengend sein, nicht selten klagte jemand über Muskelkater oder Schmerzen in den Füßen, jedoch kann kein theoretischer Unterricht echte praktische Erfahrung ersetzen. Um eine kompetente Berufswahl treffen zu können, muss man eben gezielt abwägen und braucht genau solche Einblicke in die Berufswelt.

Mittelschüler verlassen die Schule jünger als beinahe jeder Schüler einer anderen Schulart. Es ist wichtig, dass die Erfahrungen, die die Kinder in ihrer Schulzeit machen, realitätsnah und möglichst echt sind. Nur dann sind sie in der Lage, einen Beruf zu wählen, der sie glücklich macht, aber auch die monatlichen Kosten deckt und im Glücksfall eine Tätigkeit zu finden, die gleichzeitig Berufung ist.

Stellen wir uns die Frage erneut, „Ist berufliche Orientierung in der Schule in dieser Form wichtig?“, dann können wir nur mit einem klaren „JA“ antworten!

 

 

 

 


Einblicke in die ereignisreiche Woche…