„Eine Seefahrt, die ist lustig…“                                                                                                         

Ganz so stimmt das natürlich nicht für unseren Ausflug, denn es war keine Seefahrt, sondern eine Schifffahrt auf dem Main, also eher eine Flussfahrt, und es war nicht nur lustig, sondern sehr informativ, spannend, interessant und kurzweilig. So müsste Schule immer sein…..

 

Schule? Fragt sich da manch einer! Ja! Wir, die Schüler der Klasse 3a, durften einen Tag auf der Wasser- und Schifffahrtsschule der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auf dem Main lernen und hatten dabei, ohne Frau Behr mitzurechnen fünf Lehrer. Unsere tollen Lehrer hießen: Frau Martina Weiß, Herr Gerhard Schmitt, Herr Frank Blaschke, Herr Thomas Endrich und Herr Anton Yakymento.

 

Frau Weiß empfing uns schon am Bus so freundlich und gut gelaunt, dass bereits vor Betreten des Schiffes jedem klar war, dass heute keiner „flusskrank“ werden konnte….

 

 

 

Nun geht es los

 

 

Nach der Abfahrt des Schulschiffes BS „Spessart“ fuhren wir Richtung Mittelbahnhof und wurden dort geschleust. Dabei konnten wir live sehen wie riesig so eine Schleusenkammer ist. Trotzdem gibt es manche Schiffe, die so breit sind, dass rechts und links nur noch 20 cm Platz ist und der Kapitän sein Schiff richtig gut beherrschen muss. Was für manche aussah wie Teppich oder Fell an den Wänden waren Algen.

 

 

Sicherheit in der Schleuse

 

 

In der Schleuse

 

 

 

Das Wasser steigt...

 

 

 

 ...und steigt

 

 

 

Die Schleuse schließt sich

 

 

Danach fuhren wir in die Gegenrichtung und wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe durfte zuerst zum Kapitän, Herrn Endrich, der den Steuerstand des Schiffes vorstellte und uns alle Geräte erklärte. Über das Radar können Kapitäne das Schiff auch in der Dunkelheit sicher steuern, weil es alles Wichtige anzeigt. Über das Radar könnte man sogar Plastik von Fischen unterscheiden, erklärte der Kapitän Luca, der es ganz genau wissen wollte, weil das Müllboot mit Scanner ja unsere erste Abstimmung für den Weltretterwettbewerb war.

 

 

 

Die Kapitäne des Schiffes

 

 

 

Die Schlossherren von Schloss Mainberg oder

Mein Schloss, meine Yacht, meine Crew

 

 

 

Die andere Gruppe durfte beim Tauchermeister Herrn Schmitt einen Tauchgang an Land erleben. Einer durfte einen echten Taucherhelm aufsetzen, während ein anderer ihm über das Sprechfunkgerät Anweisungen geben musste. Danach wurden die Gruppen getauscht.

 

 

 

Trockentauchübungen

 

 

Trockentaucher

 

 

 

Funkverbindung für Taucher

 

 

Unter Deck durften wir vermuten welche Stoffe schwimmen und welche sinken. Das war zunächst kein Problem für uns. Bei Metall gingen aber die Meinungen auseinander:

 

 

 

Experimente

 

Der Nagel aus Metall sinkt – warum sinkt dann unser Schiff nicht?

Diese Frage bekamen wir nicht beantwortet. Stattdessen teilte uns Frau Weiß ein Stück Alufolie aus, mit der wir ein Schiff formen sollten, das nicht sinkt. Durch selbstentdeckendes Lernen und einen Schwimmversuch unseres Schiffes erforschten wir, dass Schiffe innen hohl sind und deshalb Wasser verdrängen. Dadurch bekommt das Schiff Auftrieb. Weil die Wasserteilchen nicht gerne Platz machen, drücken sie gegen das Schiff und das Schiff bleibt im Gleichgewicht.

 

 

 

Welches Schiff schwimmt?

 

 

 

Schwimmversuche

 

Alles über den Main

In einer Powerpointpräsentation erfuhren wir, dass der Main eine riesige Wasserstraße ist, die 524 km lang, 60 bis 70 m breit und zwischen 3 und 7 m tief ist, dass Schweinfurt am Maindreieck liegt und eine Furt eine niedrige Stelle ist. Es gibt vier Städte, die am Main liegen und -furt im Namen haben. Schweinfurt ist eine davon. Wir lernten auch welche Flüsse in den Main fließen.

Außerdem erzählte uns Frau Weiß, dass der Main ein besonderer Fluss ist, weil er aus zwei Quellen entspringt. Die Weißmainquelle auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge entspringt aus hellem Granitstein, die Rotmainquelle im Lindenhardter Forst in der Fränkischen Alb aus rötlichem Sediment.

 

 

Wann ist ein Fluss eine Wasserstraße?

Wenn auf einem Fluss Schiffe fahren dürfen, dann nennt man diesen Fluss Wasserstraße. Wasserstraßen sind Straßen aus Wasser, die statt einer Fahrspur eine Fahrrinne haben, für die man auch einen Führerschein braucht, der aber „Patent“ heißt, die Verkehrszeichen und Ampeln haben, auf denen Verkehrsregeln gelten, auf denen statt Autos Schiffe fahren, die Menschen oder Material transportieren. Jetzt durften wir noch einmal schätzen. Frau Weiß und Herr Blaschke wollten wissen was wir glauben… Wie viele Container, d.h. LKW-Ladungen passen auf ein Containerschiff?

 

 

 

Die Schätzung

 

 

 

Wie viele Container passen auf ein Schiff?

 

 

 

Kaum zu glauben

 

 

 

Schon so viele

 

 

 

 

Die Lösung!

 

Es waren 100! Darauf wäre wirklich niemand von uns gekommen! Aber eines ist klar, dass das eine umweltfreundlichere Lösung ist!

 

Können Schiffe Treppen steigen?

Die Bestandteile einer Staustufe sind die Schleuse, das Wehr, ein Wasserkraftwerk und eine Fischtreppe.

Die Schleusen sind Aufzüge für Schiffe. Herr Blaschke erklärte uns zunächst über Powerpoint, dann noch mit Hilfe eines Modells, was wir am Anfang live miterlebt hatten. Das Schiff fährt zuerst in die Schleusenkammer, dann wird das Schleusentor geschlossen, solange bis das Schiff hochgestiegen ist, und anschließend wieder geöffnet, dass das Schiff aus dem Schleusentor fahren kann.

 

 

 

Aufzüge für Schiffe

 

 

Auch die Aufgaben und Vorteile des Wehrs wurden uns erklärt. Es staut Wasser, dass Schiffe mehr transportieren können. Das war klar. Aber die Fischtreppe!!!

 

Können Fische lesen?

Wir wussten, dass Fische, z.B. zum Laichen einen anderen Ort aufsuchen. Dass sie dabei nicht von den Turbinen des Wasserkraftwerkes zerquetscht werden, hat sich der Mensch die Fischtreppe ausgedacht.

Aber…. Können Fische lesen?

.. oder woher sollen sie wissen, dass sich genau dort eine Fischtreppe befindet?

Frau Weiß erklärte uns, dass die Fische durch die Strömung zur Fischtreppe geleitet werden.

 

Garantiert kein Seemannsgarn!

Zurück an Land hatte Herr Schmitt seine Taucherausrüstung, die insgesamt 80 kg wiegt,  und vieles an Zubehör in einer Ausstellung im Jugendgästehaus für uns vorbereitet. Auch erzählte er uns von seiner spannenden Arbeit und lernte uns den Seemannsknoten, den jeder mit nach Hause nehmen durfte.

 

 

 

 

An Land

 

 

 

Taucherausrüstungen der Vergangenheit

 

 

So war es früher

 

 

 

… und Gegenwart

 

 

So sieht ein Taucher heute aus

 

 

 

Das war so interessant, dass wir gerne noch viel länger geblieben wären, aber der Bus stand schon bereit zur Abfahrt. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserer Traumcrew auf unserer Luxusyacht.

 

 

 

Die Mannschaft der Spessart