Backbord oder Steuerbord? - Beim Schifffahrtstag gab es nicht nur auf diese Frage Antwort

Eine Abschlussfahrt der besonderen Art machte die Klasse 4a der VS „Am Sonnenteller“ Dittelbrunn. Zunächst bekam sie in der Nähe von Gemünden das Pumpspeicherwerk „Langenprozelten“ erklärt und konnte um den noch 40 Grad Celsius warmen Generator gehen. Im Huttenschloss der Stadt betrachtete sie bei einer Führung im Foto-Tonmuseum Grammophone und im Informationszentrum Naturpark Spessart ausgestopfte Tiere, die am Main und im Wald zu finden sind. Im Anschluss fuhr sie in den Schutzhafen, wo neben dem Organisator Herrn Blaschke schon viele weitere Mitarbeiter der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung auf sie warteten.

Nachdem die Schüler auf dem Schiffahrtsschulschiff MS „Spessart“ angelangt waren, „parkte“ dieses aus und startete die Fahrt mainaufwärts. Der Kapitän stellte den Steuerstand des Schiffes vor, der die Kinder sehr beeindruckte. Hier gab es viele Knöpfe und Hebel, deren Funktion gut erklärt wurden.

Bei Tauchermeister Gerhard Schmitt durfte jeder einen echten Taucherhelm aufsetzen oder das Sprechfunkgerät bedienen, wie das auch Berufstaucher machen. Das fanden alle super. Der 100 Jahre alte Helm, den die Berufstaucher bis vor wenigen Jahren noch trugen, gefiel einigen besser als der neue. Allerdings wiegt er auch so viele Kilo wie er Jahre alt ist. Es erstaunte die Kinder, dass Berufstaucher praktisch erst mit 21 Jahren ihre Ausbildung beginnen können, da sie einen anerkannten Ausbildungsberuf oder mindestens vier Jahre Berufspraxis nachweisen müssen. Außerdem müssen sie gesundheitlich topfit sein und den extrem schweren Helm problemlos tragen können.

Ein weiterer Höhepunkt der Schiffsreise war ein aktiver Schleusengang mit 8 m, den die Kinder zu Berg und zu Tal erlebten. An der Leitzentrale Harrbach, einer der 34 Schleusen auf dem Main, durften sie außerdem die Leitzentrale, von der aus drei weitere Schleusen aus der Ferne bedient werden, besichtigen. Die Funktionswiese einer Schleuse wurde ihnen vom Schleusenhaus aus von Schleusenbediensteten erklärt.

Auf der Rückfahrt konnten die Kinder in dem Salon des Schiffes interessante Sachen über den Main lernen, ihr bereits erworbenes Wissen zeigen und  selbst ausprobieren, warum ein Schiff, obwohl es aus Metall ist, schwimmt. Die Kinder erfuhren, dass ein Schiff über 100 LKW-Ladungen ersetzen kann – eine gute Möglichkeit, den CO2-Ausstoß einzuschränken. Am Schluss lernten sie auch noch einen echten Achterknoten.