Auf den Spuren Friedrich Rückerts

Dichter, Orientalist, Zeitkritiker

Ein Besuch der Kunsthalle in Schweinfurt

 

„WAS… so viele Sprachen konnte Friedrich Rückert, der berühmte Orientalist und Dichter unserer Stadt?“ Unglaublich! Da staunten die Buben und Mädchen der Klasse 4a und 4b. Selbst wenn er sie nicht alle sprechen konnte, zumindest übersetzen.

 

In der informativen Führung durch die Ausstellung am 24.Juni 2016 berichtete die Führerin viel über das Leben des Denker und Dichters. Dies ermöglichte den Schülern auch einen Einblick in die Lebenswirklichkeit der Menschen im 18./ 19. Jahrhundert.

 

Tief berührte sie die hohe Kindersterblichkeit und das auch zwei Kinder Friedrich Rückerts „Ernst“ und „Luise“ im frühen Kindesalter mit drei und fünf Jahren verstarben. Die große Traurigkeit über den schmerzhaften Verlust veranlassten den großen Sohn der Stadt Schweinfurt seine bekannten „Kindertotenlieder“ niederzuschreiben.

 

Während des Rundgangs durch die Exposition durften die Schüler auch aus den Büchern Textabschnitte vorlesen. Die ungewohnte alte Sprache, aber auch die Inhalte der Gedichte erheiterte Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Unterschätzt hatten alle die Größe Friedrich Rückerts. Sein riesiges Stehpult wurde in der Kunsthalle präsentiert und veranschaulichte die Größe des 2,04m hochgewachsenen Mannes.

 

Im Anschluss an die Führung gestalteten alle in den Räumen der Museums-Kunstpädagogik ein eigenes kleines Übersetzungs- Buch in vielen verschiedenen Sprachen. Es waren nicht einmal annähernd 44 unterschiedliche Schriftzüge, konnte Rückert doch genau so viel übersetzten. Tja, so gelang es durch einen Besuch in der Kunsthalle das Interesse an einem alten, verstaubten und berühmten Dichter zu wecken. Respekt vor dieser Leistung!