Ein Hoch auf uns,

auf diese Schule“, ertönte es zu den Tönen des gleichnamigen Songs von Andreas Bourani am Ende einer ereignisreichen und aufregenden Projektwoche zum Motto „Olympia ruft“ auf der Sportanlage an der Volksschule am Sonnenteller aus 300 Kehlen. Selten gab es zwischen Schülern, Lehrer und Eltern eine derartige Übereinstimmung. „Diese Woche im Juli war ein einmaliges, unglaubliches Erlebnis!

Die Melodie des Weltmeister-Liedes dichtete eine Lehrkraft eigens für diese Woche um. In einer demokratischen Abstimmung entschied sich zuvor die Schulgemeinschaft dafür. Ebenso wählten sie gemeinsam die Länder, welche während der Olympiade vertreten sein sollten.

 

„Wir haben gelernt und viel gelacht!"

Bevor die Olympischen Spiele stattfinden konnten, mussten sich alle zukünftigen Olympioniken für die Spiele fit machen. Dazu wurden 12 Mannschaften gebildeten, die sich aus ca. 25 Kindern der Jahrgangsstufen 1-8 zusammensetzten. Jede altersgemischte Mannschaft erhielt einen Ländernamen und besuchte als Vertreter dieses Landes von Montag bis Donnerstag insgesamt 12 verschiedene Workshops zum Thema „Olympia“.

 

Für alle Teilnehmer galt es eine Menge in den Arbeitsgruppen zu bearbeiten und zu erfahren. Gemeinsam bastelten Groß und Klein eigene Länderflaggen, recherchierten Informationen zu ihrem Land im Internet, lernten die Spiele ohne Sieger „New Games“, kennen, erfuhren die wichtige Bedeutung der Entspannung oder übten das schuleigene Olympia-Lied bzw. studierten den Tanz dazu ein. Nebenbei backte man gesunde Vollkornbrötchen, bastelte Medaillen (für alle zur Olympiade), erprobte spielerisch seine Kreativität und Gemeinschaft beim Bau von Türmen aus Holzklötzen, trainierte in der Turnhalle akrobatische Pyramiden mit Menschen ein und entdeckten neue sportliche Fähigkeiten im Sport- Workshop. Neben den vielfältigen Aktivitäten erlebten die Mannschafts-Länder sich als eine echte Gemeinschaft.

 

„Freundschaft und Zusammenhalt und die Bereitschaft und Fähigkeit Verantwortung für sich und andere zu übernehmen sind die schönsten Erfahrungen bzw. Lernerfolge welche die Projektwoche zum Leben erweckte!“, erklärte die Sportbeauftragte der Schule Kerstin Jonas am Ende der Woche. Sie und ihr Team zeichneten sich für den reibungslosen Ablauf und die hervorragende Koordination der Aktionswoche aus.

 

Eine Lehrerin beobachtete z. B. wie fürsorgliche 11-15jährigen Teenager, schüchterne Siebenjährige an der Hand hielten und sie zu den neuen Workshop begleiteten. Aber auch die Jüngeren setzten sich gegen die Großen durch: „Abdullah, wir müssen doch schnell weiter, es geht gleich los!“, trieb die 9 jährige Maja (Namen sind abgeändert) den Älteren an und es war ihr egal wie alt er war, welches Geschlecht er besaß oder woher er stammte. Sie waren ein TEAM!

 

Der wahre olympische Geist wehte an diesen Tagen durch die Volksschule am Sonnenteller in Dittelbrunn. Dafür wusste der Große Rat am Computer oder half bei der Akrobatik. Im Laufe der Woche wuchs der Teamgeist und die Identifikation mit der Gruppe gelang. Innerhalb der Mannschaft schlossen Kinder Freundschaft, die teilweise schon vier Jahre gemeinsam in eine Klasse gingen. Sie verabredeten sich am Nachmittag zum ersten Mal zum gemeinsamen Spiel. Jeder half jedem- das war die gemeinsame Devise.