Nebelwanderung

 

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

von Hermann Hesse

 

„Ist die riesige dunkle Gestalt dahinten etwa ein Monster?

Was brummt da so laut?

Wo sind denn die anderen? Wo ist die Sonne?“

 

 

 

 

Ja, ja, seltsam ist es im Nebel zu wandern!

Dieses aufregende Erlebnis einer Nebelwanderung begingen alle Kinder der Grundschule „Am Sonnenteller“, die am Donnerstag der ersten Schulwoche ihren Wandertag durchführten.

 

Das feuchte Grau verwandelte die sonst so vertraute Welt in eine nahezu undurchsichtige Zauberlandschaft. Gelegentlich entdeckten die Kinder im Nebel vermeintliche Monster, die sich beim Vorbeigehen glücklicherweise als Bäume oder Hecken entpuppten. Das geheimnisvolle Brummen verursachte ein Traktor, der aus dem Nebel auftauchte. Tja, und die anderen Schulfreunde versanken bei Sichtweiten unter 30 Metern im Nichts. Dicht beieinander mussten alle bleiben, denn sonst war man allein.

 

Manche Wanderer verwechselten die herbstlichen Nebelschwaden gar mit Schnee. Doch wo waren nur die Flocken? Gut, das viele eine Mütze trugen, denn sonst befeuchtete der kühle Herbstbote auch die Haare.

 

Ein Naturereignis der besonderen Art! Glücklich erreichten die Kinder der Klassen 2c und 2b erreichten ihr Ziel: den Spielplatz in Holzhausen. Die Sonne fanden sie dort nicht. Auch auf dem Heimweg nicht. Erst als sie schließlich die Schule in Hambach erreichten (übrigens so auch in Dittelbrunn), lachte die Sonne vom Himmel und vertrieb den Wandertags-Zauber!

 

 

Sehr nebelig

 

 

Nebelig