„Methode Klassenrat“

 

Schulhausinterne Lehrerfortbildung in Michelau

 

Um den Schülern der Dittelbrunner Schule eine realistische Selbsteinschätzung zu ermöglichen, ihnen aber auch gelungene und wohlwollende „Feedbackkultur“ anderen gegenüber zu vermitteln, haben sich alle Lehrer und auch Frau Popp, unsere Jugendsozialarbeiterin, am Dienstag, 20.11. und am Buß- und Bettag zu einer zweitägigen schulhausinternen Lehrerfortbildung (SchiLF) im Kolpinghaus in Michelau getroffen.

 

Auf dem Programm stand sowohl die Überarbeitung der bereits bestehenden Lernentwicklungsgespräche der Klassen 1 bis 3 als auch die Erstellung neuer Lernentwicklungsgespräche für die Klassen 4 bis 9 als Fortführung.

 

Frau Popp (Grundschule) und Frau Will (Mittelschule) stellten die „Methode Klassenrat“ vor, die in Dittelbrunn aufbauend eingeführt wird. Erstklässer lernen zunächst ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und darüber zu sprechen. In der zweiten Klasse soll das Kind Anliegen, die seine Klasse betreffen, aufschreiben und in einen Briefkasten werfen. Der Lehrer/ die Lehrerin leitet die Klasse an, über das Problem zu sprechen und sinnvolle Lösungsvorschläge zu finden. Während die Schüler in der dritten Klasse zunächst nur die Aufgaben wie Zeitwächter, Regelwächter, Protokollant selbstständig übernehmen, ist es ab der vierten Klasse angedacht, dass die Schüler auch die Rolle des Moderators übernehmen und Probleme, die sie betreffen, eigenständig lösen.

 

In der 9. Jahrgangsstufe der Mittelschule gibt es seit etwa einem halben Jahr wöchentlich eine Stunde „Klassenrat“. Dabei lernen die Schüler immer besser, ihre Probleme eigenverantwortlich an zu gehen und zu lösen.

 

 

 

 

Am Abend wurden in gemütlicher Runde im Kaminzimmer  Möglichkeiten für die Rhythmisierung zwischen den Stunden weitergegeben und auch erprobt. Bei diesen Spielen hatten auch die Lehrer Spaß.

 

Am nächsten Tag ging es um eine gelungene Feedbackkultur, die Wertschätzung zeigt und Selbstvertrauen gibt. Eine Möglichkeit dafür ist die Methode der Zielscheibe, die Frau Geus und Herr Nöller vorstellten. Wichtig dabei ist, dass die zu bewertenden Kriterien für die Schüler klar sind. Dann ist es möglich eine Leistung für die Schüler durchsichtig zu machen in Form von Lob und sachlicher Kritik, im Sinne von Tipps, die die Schüler sich gegenseitig geben.

 

 

 

Das Werteprisma und andere Formen der Selbstreflexion stellte Frau Horbelt der Mittelschule vor.

 

Mit vielen neuen Anregungen und Ideen kehren wir motiviert zurück, in der Hoffnung, unsere Schülern verstärkt in schulische Entscheidungsprozesse einzubinden, das Schulklima noch angenehmer zu machen und sie auch weiterzubringen im Hinblick auf Selbsteinschätzung, respektvollen Umgang miteinander und sozialer Verantwortung.