Große BLA 

 

Dieses Jahr fand die landkreisweite BLA bei uns im Marienbachzentrum statt. Im Schweinfurter Tagblatt wurde groß darüber berichtet:

 

 

 

Beschnuppern beim Projekt BON

 

BON appetit, auf einen guten Beruf: Den Geschmack an der persönlichen Karriere will das Berufs-Orientierungs-Netzwerk (BON) vermitteln. Im Marienbachzentrum Dittelbrunn wurden nun die Ergebnisse der landkreisweiten „Betrieblichen Lernaufgabe“ 2016 vorgestellt. Auf Einladung der GbF (Gesellschaft für berufliche Förderung) und der Gemeinde präsentierten Mittelschüler aus Dittelbrunn, Stadtlauringen, Poppenhausen, Niederwerrn, Sennfeld, Bergrheinfeld, Gochsheim, Schwanfeld, Werneck und Gerolzhofen ihre Erfolgs-Projekte.

„Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt.“ Gleich zu Beginn erklang auf großer Bühne in der Turnhalle das Kultlied von „Geier Sturzflug“ aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle. In einem Sketch erklärte die Theater AG der „Mittelschule am Sonnenteller“, was es mit der betrieblichen Lernaufgabe so auf sich hat.

Nämlich den schwierigen, aber entscheidenden Übergang von der Schule ins Berufsleben zu meistern, wie Rektor Walter Schäffer in seiner Begrüßung feststellte: „Die Mittelschule ist eine Chancenschule“, war Schäffer sich mit Schulrat Roland Hoch einig. So man sie rechtzeitig nutzt.

Die regionalen Unternehmen stürzen sich derzeit auf ausbildungsreife Azubis, die in den nächsten Jahren von der demografischen Entwicklung profitieren: „Aktuell kommen auf hundert Schüler 150 Plätze“, rechnete Thomas Stelzer von der Agentur für Arbeit vor. Ganz ohne Engagement und Qualifikation gehe es bei den Umworbenen aber nicht, das macht der ARGE-Geschäftsführer dann doch deutlich: „Wie bei den Unternehmen Produkte im Wettbewerb stehen, stehen bei jungen Menschen Talente im Wettbewerb.“

Der Bedarf an Lehrlingen ist also da. Nur steige in letzter Zeit die Zahl der Ausbildungsabbrüche immer mehr an, monierte Vizelandrätin Christine Bender. Um so wichtiger sei es, Schülern frühzeitig Einblick ins Berufsleben zu geben. Über das BON-Projekt habe immerhin mehr als die Hälfte der Teilnehmer einen Ausbildungsplatz in einem der Praktikumsbetriebe erhalten. Vor allem Schweinfurts Handwerk habe dabei attraktive Angebote zu bieten, als größter Arbeitgeber des Landkreises: mit 1500 Betrieben, 6000 Beschäftigten und einem Jahres-Umsatz von fast 650 Millionen Euro.

BON, das durch Arbeitsagentur und Kultusministerium jeweils zur Hälfe finanziert wird, gibt es seit mehreren Jahren im Landkreis Schweinfurt und Bad Kissingen. Die Achtklässer erleben dabei eine kompakte Praktikumswoche, um betriebliche Abläufe kennenzulernen, außerdem einen Praxistag pro Woche, über mehrere Monate hinweg, bei insgesamt 35 Arbeitstagen. In der zweiten Hälfte des Schuljahres wird in ein anderes Berufsfeld gewechselt.

„Beruf und Schule wachsen so zusammen“, sagt Iwona Weimann. Die Ansprechpartnerin der GbF besucht zusammen mit Geschäftsführerin Gertrud Türk die Präsentation der Lernaufgaben und sorgt dabei schwungvoll für Motivation.

Angehende Floristinnen, Drogerie-, Supermarkt- oder Rathausmitarbeiter, Frisösen, Industriekaufleute oder Hauswirtschafterinnen tummeln sich in der Halle, außerdem ein kleiner Hase (Fränzi) und ein Hund (Chasey), die das Reinschnuppern in Tierpflege oder Tiermedizin symbolisieren. Marleen Yarber hat im Tierheim Schwebheim gearbeitet. Die beiden Schüler Christian Thurn aus Niederwerrn, mit Händchen für Elektrotechnik, und Celine Görtler (die in Dittelbrunn für die Gemeinde Briefe kuvertiert und einen Friseursalon besucht hat) führen als Moderatoren durchs Programm.

Auf der Bühne werden die Lernaufgaben von Alina Steuerwald von der Mittelschule „Am Sonnenteller“ vorgestellt, die für das BORT Café Schweinfurt „die besten Cupcakes der Welt“ gebacken hat und für die tassengroßen Kuchen noch einmal die Sahnespritze zückt.

Steffen Brückner von der Mittelschule Werneck hat bei der Schwanfelder Firma Metallbau Jung ein Geländer hergestellt. Thomas Stelzer und Christine Bender fragen nach den Erfahrungen sowohl der Schüler als auch der Chefs, Natalia Wolf vom Café und Werner Jung. Die Eindrücke waren auf beiden Seiten überwiegend positiv. Alina gibt allerdings unumwunden zu, dass ihr das Gastronomische wenig zusagt. Ihr Berufswunsch lässt dann doch aufhorchen: „Ich will Hebamme werden.“ Iwona Weimann findet das interessant. Der Arbeitsmarkt kann Nachwuchs schließlich händeringend gebrauchen.

 

Und hier noch unsere Bilder: