Sprache lernen mit Handlungsorientierung

 

Genau wie alle Menschen, die eine neue Sprache lernen dürfen oder müssen, plagten sich auch unsere Kinder mit Migrationshintergrund in der vergangenen Woche mit dem Konjugieren der Verben. War es für die Kinder noch halbwegs verständlich, dass die Verben in unterschiedlichen Personalformen unterschiedliche Endungen haben, bereitete ihnen eine andere Frage Kopfzerbrechen: Warum heißt es im Deutschen „ich fahre Schlitten“ aber „du fährst Schlitten“. Das erschien den Kindern überhaupt nicht logisch.

 

Aber gut, sie mussten einsehen, dass nicht alles, was man lernt, logisch ist. Erfreulicherweise blieb es nicht beim Konjugieren von: „ich gehe hinaus“ und „ich spiele im Schnee“. Endlich war es Zeit für das praktische Ausprobieren. Die Kinder legten Stift und Blatt zur Seite, schnappten sich einen Schlitten und rodelten in wilder Fahrt den Hügel hinter der Turnhalle hinunter.

 

Einige Kinder hatten in diesem Winter zum ersten Mal Schnee gesehen und genossen sichtlich die Fahrt auf dem Schlitten.